Aus der Gesamtsynode

Die Gesamtsynode unserer Landeskirche ist am 13. und 14. November in Emden zusammengekommen. Über drei Schlaglichter möchte ich berichten:

Wir haben Helge Johr mit großer Mehrheit zum Leitenden Juristen der Ev.-ref. Kirche gewählt. Nach dem Wechsel des gebürtigen Grafschafters Johann Weusmann zur Rheinischen Kirche war die Stelle eineinhalb Jahre vakant. Anfang 2015 wird Herr Johr seine Arbeit aufnehmen. Wir wünschen ihm Gottes Segen für seine Arbeit.

„Alle eure Sorgen werft auf ihn. Er sorgt für euch.“ Mit diesem Vers aus dem 1. Petrusbrief, Kapitel 5, Vers 7 hatte ich als Präses der Gesamtsynode zum Friedensgebet am Donnerstagabend eingeladen. Hartmut Smoor, der persönliche Referent des Kirchenpräsidenten, hatte die berührende Andacht vorbereitet. Zehn Synodale wirkten an deren Gestaltung mit. Es war ein geistliches Erlebnis, die ermutigende Kraft des Gebetes und die Gemeinschaft der für den Frieden in der Welt betenden und singenden Gemeinde zu spüren.

Die Gesamtsynode hat den finanziellen Rahmen der gesamtkirchlichen Arbeit für das kommende Jahr festgelegt. In den vergangenen Jahren hatte die Synode die unerwartet guten Kirchensteuereinnahmen zunächst zum weiteren Aufbau der Pensionsrücklagen für die PfarrerInnen verwendet. In der Pensionssicherung nimmt unsere Kirche unter den evangelischen Landeskirchen inzwischen eine Spitzenstellung ein. Seither verwendet die Gesamtsynode konjunkturell bedingte Kirchensteuereinnahmen zum Aufbau einer Gemeindestiftung. Die Erträge der Stiftung werden an die Gemeinden ausgeschüttet. In diesem Jahr gab es die erste Ausschüttung in Höhe von einem Euro pro Gemeindeglied. Mit der Gemeindestiftung wird eine zweite, steuerunabhängige Säule für die Finanzierung unser Kirchengemeinden aufgebaut.

Die Gesamtsynode hat darüber hinaus einige weitere finanzielle Entlastungen für die Kirchengemeinden beschlossen. Zum Beispiel trägt die Landeskirche in Zukunft die Fahrtkosten der Pastoren. Die Landeskirche übernimmt auch die Kosten für das Buchführungssystem der Gemeinden und sie hat die Kirchensteuerzuweisungen an die Gemeinden maßvoll erhöht. Nach 10 Jahren mit sinkenden Einnahmen bei steigenden Kosten waren das für die Gemeinden, auch in Schüttorf,  notwendige Schritte der finanziellen Entlastung.

Norbert Nordholt 

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