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  • Nutzung der Räume im Gemeindehaus

    Alle Gruppen  stellen sich Stühle und Tische selbst nach Bedarf. Nach der Veranstaltung sollte alles wieder so gestellt werden, wie es auf den Fotos an den Türen  und in der Küche zu sehen ist.

    Vielen Dank für ihre Mitarbeit

  • Seniorenfahrt 2014

    Petrus meinte es an beiden Tagen gut mit uns. Und so fuhren am 15. und 16. September, bei schönstem Spätsommerwetter, jeweils 3 Busse mit Senioren aus unserer Gemeinde Richtung Niedergrafschaft. Über Kreis- und Landstraßen, auf landschaftlich schönen Strecken, fuhren wir unser erstes Ziel, die Gaststätte Ridder in Wilsum, an. Der große Saal dort war für uns schön eingedeckt worden und so konnten bei Kaffee, Tee, Kuchen und Schnittchen lebhafte Gespräche geführt und alte Bekanntschaften aufgefrischt werden. Nachdem wir uns so gestärkt hatten, stiegen alle wieder in die Busse und weiter ging die Fahrt über Emlichheim nach Laar.

    Hier erwartete uns bereits Pastor Dr. Gerrit Jan Beuker in der evangelisch-altreformierten Kirche. Pastor Beuker erzählte uns von den Besonderheiten seines Amtes, das er je zur Hälfte für die evangelisch-reformierte und die evangelisch-altreformierte Kirche ausübt. Außerdem erfuhren wir einiges über die Gemeinden in Laar und das Zusammenleben mit den Niederländern, die sich in großer Zahl dort niedergelassen haben. Nach einer kurzen Andacht und gemeinsamen Psalmensingens stiegen Pastor Beuker und 2 Gemeindemitglieder zu uns in die Busse und zeigten uns ein paar Sehenswürdigkeiten von Laar u.a. die schön restaurierte alte Mühle, die katholische und die reformierte Kirche und das alte Pastorenhaus mit jeweils einer interessanten Geschichte dazu. Am Ende der kleinen „Stadtrundfahrt“ wurden unsere Gästeführer mit einem herzlichen Applaus verabschiedet.

    Auf der Rückfahrt, die uns, wiederum auf kleineren Straßen, durch die Itterbecker Heide und vorbei an Uelsen wieder nach Schüttorf führte, wurden in den Bussen noch fleißig Lieder aus den neuen Heften gesungen.

    Um ca. 20 Uhr waren wir alle müde, aber mit schönen Erinnerungen an einen herrlichen Nachmittag in der Niedergrafschaft, wieder zu Hause.

    Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr. Seien sie gespannt, wo es dann hingeht.

    Für das Orga-Team Helga Passgang

  • Siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch Lukas 17, 21 – Novemberspruch 2013

    Bei diesem Jesuswort lohnt es sich, genau hinzusehen. Ich habe gern den griechischen Text des Neuen Testaments vor Augen, weil in den deutschen Übersetzungen immer mal wieder Fehler und Ungenauigkeiten lauern. Beim Lesen der Bibelverse stelle ich mir vor, wie es in der alten griechischen Sprache geklungen hat, wenn in den frühen christlichen Gemeinden von Jesus erzählt oder die Briefe der Apostel vorgelesen wurden. BASILEIA TOU THEOU heißt es hier. BASILEIA klingt wie Basilikum oder Basilika und heißt “Königreich”. THEOU ist der Genitiv von THEOS = Gott. In “Theologie” steckt das Wort THEOS; schon seltsam, dann wäre Theologie die Wissenschaft von Gott. Geht das überhaupt? Aber LOGOS in “Theo-logie”  bedeutet auch “das Wort”, und so ist die Theologie eine Wissenschaft des Wortes Gottes. 

     

    Der neutestamentlichen Theologie verdanken wir ein umfassendes Verständnis der BASILEIA, des “Königreichs Gottes”. Es ist das Zentrum der Verkündigung Jesu. Und dieses Königreich ist keinesfalls nur ein Reich des Jenseits oder eine Utopie. Es ist Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eines Miteinanders von Gott und seiner Schöpfung, eines guten Lebens der Menschen untereinander und mit der Natur. Es ist irdisches und himmlisches Geschehen, in dessen Zentrum die Liebe Gestalt annimmt. Und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gottes Königreich. 

     

    Sehen wir also genau hin bei unserem Jesuswort: “Das Reich Gottes ist mitten unter euch” (Lukas 17,21). “Mitten unter” steht in unseren Lutherbibeln. So wird hier das griechische Wort ENTOS wiedergegeben, das “in” oder “innerhalb” heißt. In der wörtlichen Wiedergabe des zugrunde liegenden griechischen Textes lautet unser Vers nun wie folgt: “Siehe, das Königreich Gottes ist in euch” (Luther übersetzte ursprünglich: “Das Gottesreich ist inwendig in euch”). Und das ist durchaus stimmig im Kontext der Botschaft Jesu: Das Königreich Gottes ist nicht irgendwo und irgendwann, es ist in der Tiefe des Geistes in euch, euch zugehörig als ewiges Geschenk Gottes, Teil eures Innersten, eurer Seele und eurer Gemeinschaft; es bedarf nur eines: lebt es! 

     

    Ich erinnere mich an einen jungen Mann, der mir vor 18 Jahren seinen Liebeskummer klagte. Ganz verzweifelt fragte er mich: “Wie kann ich sie nur vergessen, wie bekomme ich sie raus aus meinem Kopf?” Ich riet ihm damals, ihr zwar nicht mehr nachzulaufen, aber seine Liebe zu ihr im Geiste zu bewahren. Vor kurzem treffe ich ihn wieder. Verheiratet ist er und hat drei gesunde Kinder. “Das tat gut, die Liebe der Verflossenen nicht zu vergessen”, sagt er mir mit leuchtenden Augen. “Fast hätte ich damals alles verdrängt und jedes neu aufflammende Gefühl im Keim erstickt. Aber das Gedächtnis der Liebe eröffnete mir den Zugang zu neuen Freundschaften und nun zu dieser wunderbaren Familie.” 

     

    Sowie die Liebe ihr Gedächtnis hat, so die BASILEIA Gottes, in deren Mitte sich die Liebe wunderbar gestaltet. In diesem Königreich bleibt alles Gute – das geschenkte und erhandelte, das gelebte und geliebte Leben – bewahrt als Ewigkeit im Jetzt und in der Ewigkeit, die kommt. 

     

    Dr. Karl-Wilhelm ter Horst 

  • Herzliche Einladung zur Reformierten Konferenz

    Seit 1960 gibt es sie, die Reformierte Konferenz Bentheim-Steinfurt-Tecklenburg. Ökumenisch offen weiß sie sich in besonderer Wiese dem reformierten Bekenntnis verbunden. Zweimal jährlich, im Frühjahr und im Herbst, tritt sie zusammen. Auf der Reformierten Konferenz werden Themenstellungen des christlichen Glaubens durch Vortrag, Gruppenphasen und Plenumsrunde erarbeitet.

     

    Das nächste Treffen der Reformierten Konferenz findet

     

    am Samstag, 16.11.2013, um 10.00 Uhr

    im Gemeindehaus der Ev.-ref. Gemeinde Uelsen

    (Kappenberger Hof 2, 49843 Uelsen)

     

    statt. Referent ist der aus Schüttorf stammende Siegener Professor für systematische und ökumenische Theologie Dr. Georg Plasger.

     

    Das Thema lautet: „Unser tägliches Brot gibt uns heute“ – was bedeutet diese Bitte für uns?

     

    Der Heidelberger Katechismus antwortet darauf in Frage 125. „Damit beten wir: Versorge uns mit allem, was für Leib und Leben nötig ist. Lehre uns dadurch erkennen, dass du allein der Ursprung alles Guten bist und dass ohne deinen Segen unsere Sorgen und unsere Arbeit wie auch deine Gaben uns nichts nützen. Lass uns deshalb unser Vertrauen von allen Geschöpfen abwenden und es allein auf dich setzen.“

     

    Am 16.11. werden ab 9.30 Uhr im Gemeindehaus Kaffee und Brötchen gereicht. Um 10.00 Uhr wird die Konferenz eröffnet, der Vortrag schließt sich an. Um 12.30 Uhr gibt es Mittagessen. Die Konferenz endet um 14.00 Uhr mit der Schlussandacht.  

  • Kirchentagsliederheft, Lied Nr. 66

    Das Monatslied für den November ist ein vertontes Gedicht von Joseph von Eichendorff. Es trägt den Titel „Komm, Trost der Welt, du stille Nacht!“ Vielleicht kennen Sie von diesem Dichter und Schriftsteller das Gedicht bzw. Lied „Wem Gott will rechte Gunst erweisen, den schickt er in die weite Welt“? Vielleicht kennen Sie auch seine Novelle „Aus dem Leben eines Taugenichts“ Es ist seine bekannteste Erzählung. Wahrscheinlich ist es sogar die bekannteste Erzählung der Romantik. Eichendorff lebte von 1788 bis 1857.

     

    Christian Lahusen hat das Gedicht als vierstimmigen Satz vertont. Die Melodiestimme werden wir als Monatslied singen. Der Gospelworkshop am 26./27. Oktober unter der Leitung von Karin Wolke und Bernd Kalter hat gezeigt, wie viele musikalische Talente und gesangliche Fähigkeiten es in unserer Gemeinde gibt. Ob wir das Monatslied in einem der Novembergottesdienste auch mehrstimmig hinkriegen? Ich bin gespannt. Sicher wird aber unser Organist Derk Vos den Gemeindegesang an der Orgel mit den anderen Stimmen des Satzes begleiten, der im Kirchentagsliederheft abgedruckt ist.

     

    1. Komm, Trost der Welt, du stille Nacht!

    Wie steigst du von den Bergen sacht,

    die Lüfte alle schlafen,

    ein Schiffer nur noch, wandermüd,

    singt übers Meer sein Abendlied

    zu Gottes Lob im Hafen.

     

    2. Die Jahre wie die Wolken gehen

    und lassen mich hier einsam stehn,

    die Welt hat mich vergessen,

    da tratst du wunderbar zu mir,

    wenn ich beim Waldesrauschen hier

    gedankenvoll gesessen.

     

    3. O Trost der Welt, du stille Nacht!

    Der Tag hat mich so müd gemacht,

    das weite Meer schon dunkelt,

    lass ausruhn mich von Lust und Not,

    bis dass das ewge Morgenrot

    den stillen Wald durchfunkelt.  

  • Ökumenisches Frauenfrühstück

    Das 49. Ökumenische Frauenfrühstück fand statt unter dem Thema: „Krankheit gehört zum Leben, aus ihr können schöpferische Kräfte erwachsen.“ Nach einem  geselligen Frühstück in unserem gut besuchten Gemeindehaus berichtete Frau Pastorin Sievert-Gotthilf über ihre Tätigkeit als Krankenhausseelsorgerin in Nordhorn. Sie besucht dort Patienten im ganzen Haus, schwerpunktmäßig in der Psychiatrie, zusätzlich zu den örtlichen Pastoren.

    „Was willst du, was ich dir tun soll? Was ist dir jetzt im Moment wichtig?“ Der Mensch steht im Mittelpunkt des diakonischen Auftrages. Wenn sich ein Patient aussprechen kann mit einer anonymen Besucherin in einem  Schutzraum,  klären sich manche Gefühle. Manchmal gibt es  eine neue Sicht und neue Hoffnung.  Aber auch nur Schweigen und „Da-sein“ kann helfen. Sehr wichtig ist der Referentin, den  Angehörigen und Freunden Mut zu machen, einen Besuch zu wagen.

    Zum 50. ökumenischen Frauenfrühstück lädt die lutherische Gemeinde am 22.2.2014  ein.

    D. Arndt

  • 121. Orgelvesper

    Vor deinen Thron tret ich hiermit

     

    Orgelmusik zum Ende des Kirchenjahres

    am 17.11.2012 um 18:30 Uhr

  • Neues von den Kindergärten

     

    Mit Beginn dieses Kindergartenjahres gehen nun in unseren beiden Kindergärten auch viele ganz junge Kinder ein und aus. Sowohl an der Mauerstraße als auch am Bauweg wurde eine Krippengruppe eingerichtet. Nach Umbauarbeiten zeigt sich an der Mauerstraße ein schöner, heller Gruppenraum mit einer tollen Ausstattung z.B. einem Spiel- und Kletterpodest für die Bewegungserfahrungen der jungen Kinder und Tischen und Hockern in „Krippengröße“. Auch der Schlafraum wurde mit einem Podest ausgestattet, so dass 8 Schlafplätze vorgehalten werden. Zurzeit besuchen 14 Krippenkinder die Gruppe an der Mauerstraße, 4 weitere Kinder stehen auf der Warteliste. Am Bauweg stehen die Umbaumaßnahmen unmittelbar bevor. Bis zu ihren Abschluß wurde die große, helle Turnhalle vorübergehend zum Krippenraum umfunktioniert und eignet sich dafür ganz wunderbar. Während der Bauphase sind die Bedingungen im Waschraum sind nicht optimal und ein Schlafraum ist noch nicht vorhanden. Ein „Vormittagsschläfen“ im Buggy, in der Hängematte oder dem Kuschelzelt ist aber trotzdem möglich. 13 Kinder besuchen zurzeit die Gruppe, zwei Plätze sind noch frei.

    Schon seit sieben Jahren gehen in unseren beiden Kindergärten auch Kinder ab einem Jahr ein und aus. Bis zum Sommer wurden sie ausschließlich in altersübergreifenden Gruppen betreut und nun zusätzlich in der Krippe. Die größere Anzahl an jungen Kindern stellt nun andere Ansprüche an Ausstattung, Material, Konzeption und Personal. Zum Glück konnte in jeder Gruppe eine dritte Betreuungskraft eingestellt werden. Wie wichtig diese ist, wird jeden Tag deutlich. Hilfe beim Essen, auf dem Schoß Sitzen und ein Buch Ansehen, Wickeln, besondere Beaufsichtigung bei der Entdeckung der Kindergartenwelt: Da ist immer viel zu tun.

    Gleich zu Beginn des „Krippenlebens“ zeigte sich in beiden Häusern, dass wir unserem Konzept, der Begegnung von großen und kleinen Kindern, treu bleiben können. Die älteren Kinder besuchen die Kinder in der Krippe und gehen liebevoll und wertschätzend mit ihnen um. Die jüngeren Kinder verlassen gerne einmal ihr „Nest“ - den Gruppenraum - und gucken, was die großen Kinder machen, beobachten und ahmen nach.

    So gelingt ein lebendiges Miteinander von dem alle profitieren. Neugierig geworden? Rufen Sie gerne in den Kindergärten an und vereinbaren Sie einen Besuchstermin . 

  • Gottesdienst zur internationalen Jugendbegegnung im CAP-Camp in Ruanda

    Wie sich vielleicht einige von Ihnen erinnern können, fand vom 14.7.-6.8.2012 das CAP-Camp, eine internationale Jugendbegegnung, in Ruanda statt. Wir, neun Jugendliche der reformierten Kirche und ihre Leiterin Esther Pheiffer, machten uns auf den Weg, um in Ruanda andere junge Menschen aus Südafrika, Belgien und eben Ruanda kennenzulernen, mit Ihnen zu singen, zu beten, zu arbeiten und über unseren Glauben zu sprechen. CAP, das steht für „Comrades, Artisans, Partners“ (Kameraden, Handwerker, Partner) und stand unter dem diesjährigen Motto „God of Life, lead us into Peace, Justice, Unity and Reconciliation“ (Gott des Lebens, führe uns zu Frieden, Gerechtigkeit, Einheit und Versöhnung). Die Erfahrungen, die wir während dieser drei spannenden Wochen in Afrika gemacht haben, möchten wir mit Ihnen teilen. Und zwar werden wir am Sonntag, den 28.10.2012 einen Gottesdienst zu diesem Thema in unserer Schüttorfer Kirche gestalten. Hierzu möchten wir Sie ganz herzlich einladen. Die Predigt wird von der Theologiestudentin und CAP-Teilnehmerin Antje Bracht gehalten. Wir freuen uns auf Sie!

    Svenja Nordholt  

  • Aus dem Kirchenrat

    Sicher ist es Ihnen in der Vergangenheit auch aufgefallen,  vielleicht hat es Sie auch genervt: Beim Abendmahl mit  größerer Beteiligung haben wir nicht genug einheitliche  Einzelkelche. Da gibt es Tabletts mit roten, andere mit  weißen oder mit roten und weißen Kristallkelchen,  schließlich solche mit kleinen Plastikgefäßen. „Das müssen  wir ändern“, war die Meinung im Ausschuss für  Gemeindeentwicklung und im Kirchenrat. 

    Wir haben überlegt, welche Form wir wählen sollen und  welches Material. Die Kelche in Pokalform sahen wohl  gut aus, hatten aber im Fuß einen Hohlraum. In der Spülmaschine  würde sich das Wasser darin sammeln und die  Handhabung nach der Reinigung erschweren. Edelstahlbecher  in zwei verschiedenen Formen waren auch schön,  aber sie sollten pro Stück etwa 20,-  €  kosten. Wir brauchen  250 Einzelkelche. 5.000,- € für neue Kelche auszugeben,  erschien uns nicht vertretbar, weil diese erhebliche  Summe dann für andere wichtige Arbeiten und Projekte  nicht mehr zur Verfügung gestanden hätte. 

    AbendmahlskelcheWir haben uns schließlich einvernehmlich für die Keramikbecher  entschieden, die auf dem Foto abgebildet sind. Die  Ausschuss- und Kirchenratsmitglieder sind der Meinung,  dass sie schön aussehen. Vor allem aber verwenden wir  jetzt in der ganzen Gemeinde die gleichen Einzelkelche.  Diese Keramikbecher benutzt nämlich der Kindergottesdienst  beim Abendmahl mit Kindern ebenfalls. Sie sind  auch beim Abendmahl in der Begegnungsstätte in Gebrauch.  Und diese Einzelkelche sind mit 2,50 € pro Stück  bei weitem nicht so teuer wie die Edelstahlbecher. Beim  Abendmahl am Erntedanktag sind sie das erste Mal im  Einsatz!

     Sie fragen sich vielleicht: „Was geschieht denn mit den  „alten“ Einzelkelchen?“ Sie werden gut verwahrt und in  Zukunft bei bestimmten Gelegenheiten, bei denen wir nicht  so viele Abendmahlsgäste erwarten, immer mal wieder  zum Einsatz kommen. Sie sind mit unserer Partnergemeinde  in Rumänien verbunden. Von dort stammen die  Kristallkelche. Wir haben sie ersetzt, weil wir nicht mehr  genug davon hatten und wir keine Exemplare nachkaufen  konnten. 

    Die zweite wichtige Entscheidung, die mit unseren Gottesdiensten  zusammenhängt, betrifft den Kassettendienst. Mit  ihm werden die Gottesdienste akustisch zu Gemeindegliedern  gebracht, die wegen Krankheit oder aus Altersgründen  nicht am Gottesdienst in der Kirche teilnehmen  können.  Wir werden die Gottesdienste in Zukunft nicht mehr auf  Kassetten aufzeichnen. Das Speichermedium werden USBSticks  sein. Für diese Umstellung hat der Kirchenrat in der  Septembersitzung grünes Licht gegeben. Wenn Sie nicht  wissen, was das ist, USB-Sticks, macht das gar nichts.  Auf jeden Fall ist es noch einfacher, damit umzugehen als  mit den Kassetten. Die Männer und Frauen, die Ihnen bisher  die Kassetten gebracht haben, werden Ihnen genau  zeigen, wie das geht. Wir werden nicht eher vollständig  von den Kassetten auf Sticks umstellen, bis jeder Nutzer  und jede Nutzerin damit umgehen kann. Ich kann Ihnen  schon jetzt verraten: Es läuft darauf hinaus, dass Sie statt  einer Kassette einen Stick in ein Wiedergabegerät stecken.  Ich bin sicher, das kriegt jede und jeder von Ihnen problemlos  hin. Wenn Sie es im Griff haben, werden Sie fragen,  warum wir nicht viel früher von Kassetten auf Sticks  umgestellt haben… 

    Norbert Nordholt 

  • 1982 - Erinnern Sie sich?

    Reformierter Bund

    Vor dreißig Jahren, auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges, wurde in Deutschland politisch intensiv und leidenschaftlich darum gestritten, ob die Nato atomar bestückte Mittelstreckenraketen in der Bundesrepublik Deutschland stationieren soll.

    In diese Debatte hinein hat das Moderamen des Reformierten Bundes unter der Überschrift „Das Bekenntnis zu Jesus Christus und die Friedensverantwortung der Kirche“ die Friedensfrage zur Bekenntnisfrage erklärt und sich zu einem „Nein ohne jedes Ja“ zu Massenvernichtungsmitteln bekannt.

    Der erste und der fünfte Abschnitt dieser Erklärung lauten:

    Abschnitt I.

    Jesus Christus ist unser Friede. In seinem Tod am Kreuz und in seiner Auferstehung von den Toten hat Gott die ganze gottfeindliche Welt mit sich versöhnt und alle Menschen unter den Zuspruch und Anspruch seines Friedens gestellt. Dem gekreuzigten und auferstandenen Herrn gehört alle Macht im Himmel und auf Erden. Er hat seine Gemeinde in die Welt gesandt, das Wort von der Versöhnung auszurichten, seinen Frieden zu bezeugen und im Gehorsam gegen sein Wort Frieden zu halten mit allen Menschen. Sein Friede, den die Welt nicht geben, nicht sichern oder zerstören kann, befreit und verpflichtet dazu, für den Frieden unter den Menschen zu beten, zu denken und zu arbeiten.

    Dieses Bekenntnis unseres Glaubens ist unvereinbar mit der Meinung, die Frage des Friedens auf Erden unter den Menschen sei eine politische Ermessensfrage und darum unabhängig von der Friedensbotschaft des Evangeliums zu entscheiden.

    Angesichts der Bedrohung des Friedens durch die Massenvernichtungsmittel (A-B-C Waffen und konventionelle Massenvernichtungswaffen) haben wir als Kirche meist geschwiegen oder nicht entschieden genug den Willen des Herrn bezeugt. Jetzt, da stärker als zuvor die Möglichkeit des Atomkriegs zur Wahrscheinlichkeit wird, erkennen wir: Die Friedensfrage ist eine Bekenntnisfrage. Durch sie ist für uns der status confessionis gegeben, weil es in der Stellung zu den Massenvernichtungsmitteln um das Bekennen oder Verleugnen des Evangeliums geht.

     Abschnitt V

    Jesus Christus, der Sohn Gottes, ist der eine und einzige Herr, dem wir im Leben und im Streben zu vertrauen und gehorchen haben. Sein Gebot ist Maßstab und Grenze auch aller innerweltlichen, politischen Verantwortung der Christen.

    Dieses Bekenntnis unseres Glaubens ist unvereinbar mit der Auffassung, die Lösung des Problems der notwendigen und angemessenen Machtmittel des Staates sei allein dem politischen Ermessen und der „praktischen Vernunft“ vorbehalten und es könne für Christen dabei keine eindeutige Entscheidung geben, die sich von ihrem Glauben her hinreichend begründen ließe.

    Im Glaubensgehorsam gegen Jesus Christus sagen wir: Auch für staatliche Machtmittel gibt es eine durch das Gebot des Herrn gesetzte Grenze, die nicht überschritten werden darf. Masenvernichtungsmittel sind keine angemessenen und notwendigen Machtmittel, mit denen ein Staat potentielle militärische Gegner abschrecken und im Kriegsfall bekämpfen darf. Es ist zwar Aufgabe des Staates, für Recht und Frieden zu sorgen und das Leben seiner Bürger zu schützen. Aber Massenvernichtungsmittel zerstören, was sie zu verteidigen vorgeben. Ihnen gilt von Seiten der Christen ein aus dem Bekenntnis zu Gott dem Schöpfer, Versöhner und Erlöser gesprochenes bedingungsloses „Nein!“, ein „Nein ohne jedes Ja“.

    (Den ganzen Wortlaut der Erklärung finden Sie hier.)

    Der Reformierte Bund ist der Zusammenschluss reformierter bzw. reformiert geprägter Kirchen und Gemeinden sowie reformierter Einzelpersonen. Unsere Gemeinde ist Mitglied im Reformierten Bund. Pastorin Frauke Laaser gehört zurzeit dem Moderamen, dem Leitungsgremium des Reformierten Bundes an.

    Norbert Nordholt  

  • Syrien – Menschen in Not

    In den letzten eineinhalb Jahren ist Syrien fester Bestandteil  der Abendnachrichten geworden. Sie berichten von  blutigen Auseinandersetzungen zwischen der Armee des  Präsidenten Assad und Aufständischen, von zunehmend  brutaler Gewalt, von Flüchtlingen und Friedensbemühungen. 

    Syrien, halb so groß wie Deutschland, ist ein Staat im  Nahen Osten mit etwa 21.000.000 Einwohnern. Ungefähr  15 % der Bürgerinnen und Bürger sind Christen. Syrien  liegt am Mittelmeer und hat eine gemeinsame Grenze mit  Jordanien, dem Libanon, mit der Türkei, dem Irak und  mit Israel. Die Aufzählung der Nachbarstaaten führt uns  unmittelbar vor Augen, in welchem Pulverfass sich der  Konflikt abspielt. Die Lage in Syrien ist unübersichtlich.  Die Not der Zivilbevölkerung wächst mit zunehmender  Dauer des Konfliktes. 

    Nach Angaben der Vereinten Nationen sind mehr als 2,5  Millionen Syrer auf Hilfe angewiesen. Immer mehr Bürger  versuchen, sich in die Nachbarländer zu retten. Die  Nachrichten berichten von überfüllten Lagern in der Türkei,  in Jordanien, im Irak und im Libanon. Dort leben die  Flüchtlinge unter schwierigen Bedingungen. Auch innerhalb  Syriens gibt es Flüchtlingsbewegungen. Über eine  Million Menschen sind aus ihren Wohngebieten vertrieben  und haben bei Verwandten und Freunden in anderen  Landesteilen Unterschlupf gefunden. Endlich lesen wir in  diesen Tagen Meldungen, dass nun auch in Deutschland  überlegt wird, ob, welche und wie viele Flüchtlinge aufgenommen  werden sollen. 

    Anfang letzten Jahres, kurz vor Beginn des Aufstandes  gegen Präsident Assad, betrug die Inflationsrate in Syrien  noch 5 %, im Juni dieses Jahres lag sie schon bei gut 36  %. Die Steigerung macht deutlich, welche schwerwiegenden  Auswirkungen der Bürgerkrieg und die von der  Europäischen Union, den USA und der Arabischen Liga  verhängten Sanktionen auf die Wirtschaft des Landes  haben. Landwirtschaftliche Produkte und Erdöl können  nicht mehr exportiert werden, der Tourismus in Syrien ist  eingebrochen. Wohlhabende Syrer flüchten in das Nachbarland  Libanon. Allerdings sind sie nicht auf ein Obdach  im Flüchtlingslager angewiesen, sondern drängen auf den  Immobilienmarkt vor allem von Beirut. 

    Die Diakonie-Katastrophenhilfe ist in der Region aktiv.  Sie konzentriert sich darauf, Flüchtlinge und Vertriebene  im Libanon, in Jordanien und in mehreren syrischen Städten  zu versorgen. Neben Nahrungsmitteln erhalten sie  Kleidung, Bettwäsche und Decken, Hygieneartikel und  Haushaltsbedarf wie Geschirr, Ventilatoren und Kocher. 

    Viele Flüchtlinge haben ihre finanziellen Reserven aufgebraucht.  Deshalb werden Familien, die ihre Wohngebiete  verlassen und in anderen Teilen Syriens Zuflucht gefunden  haben, mit Mietzuschüssen unterstützt. Für Kinder  werden Schulgebühren übernommen oder Nachhilfeunterricht  finanziert, um den kontinuierlichen Schulbesuch  zu gewährleisten. Mit ihren Partnern vor Ort arbeitet die  Diakonie Katastrophenhilfe daran, die schulische Infrastruktur  zu stärken. Nicht nur die innersyrischen Flüchtlinge  sollen von diesen Investitionen profitieren, sondern  auch die Kinder der Gemeinden in Syrien, die Binnenflüchtlinge  aufnehmen. Es ist geplant, Schulen in der Region  zu sanieren, damit Flüchtlingskinder und Kinder aus  der Region gemeinsam lernen können. 

    Wir leben in Frieden und können helfen! Spenden für die  notleidenden Menschen in dieser Region können Sie auf  unser Spendenkonto bei der Kreissparkasse Schüttorf  (Bankleitzahl 267 500 01), Kontonummer 200 10 30 mit  dem Kennwort „Syrienhilfe“ einzahlen. Wir leiten die Spenden  unverzüglich an die Diakonie Katastrophenhilfe weiter. 

    Norbert Nordholt   

  • „Der Hohe Tag“ in unserer Kirche

    Die Spielleutevereinigung des Schüttorfer Adlerspielmannszuges  und der Freiwilligen Feuerwehr Bad Bentheim  plant zum Abschluss der Jubiläumsveranstaltungen aus  Anlass des 100jährigen Geburtstages des Schützenvereines  Adler ein musikalisches Großereignis der Extraklasse.  Zusammen mit dem evangelischen Posaunenchor der  Erlöserkirche Gronau, dem Männergesangverein Eintracht  Schüttorf und dem Gemischten Chor Schüttorf wird man  am 21. Oktober 2012 die Suite „Der Hohe Tag“ von Friedrich  Deisenroth in der ev.-ref. Kirche aufführen. 

  • Andacht

    Deutsche Presseagentur - Damaskus, 05. Oktober 2012: „Der syrische Präsident Assad hat heute früh einen einseitigen Waffenstillstand verkündet und zu einem Runden Tisch über die Zukunft des Landes eingeladen. Zur Begründung ließ er mitteilen, er habe eine Gottesbegegnung gehabt und erkannt, dass er seine Macht missbraucht und große Schuld auf sich geladen habe. Dafür übernehme er die Verantwortung. Jetzt wisse er, so Assad weiter, dass nicht er, sondern Gott allein Herr der Welt und der Geschichte sei.“

    Glauben Sie wirklich, dass so etwas möglich ist? Im Buch  Daniel wird die Umkehr eines Machthabers beschrieben.  Es lässt König Nebukadnezar, der den Tempel in Jerusalem  zerstört und das Volk Israel ins babylonische Exil verschleppt  hatte, in Kapitel 4, 31 sagen: 

    Nach diesen Zeiten blickte ich, Nebukadnezar, auf  zum Himmel, und mein Verstand kehrte zurück zu  mir. Und ich lobte den Höchsten und pries und  verherrlichte den Ewiglebenden: Seine Herrschaft  ist eine ewige Herrschaft und seine Königsherrschaft  währt von Generation zu Generation.“ 

    Wie stehen Gottes Macht und die tatsächlich von Menschen  erfahrene Herrschaft eigentlich zueinander? Israels  Erfahrung war, dass die Könige fremder Großmächte  die politisch Erfolgreichen waren, nicht das Volk Israel,  dessen Gott nach seinem Bekenntnis die Geschichte lenkt.  Und das sieht doch heute nicht wirklich anders aus: Ohne  schlagkräftige Armee, mit der eigene Interessen militärisch  abgesichert werden können, und ohne Wirtschaftskraft,  die Spielräume eröffnet, nur mit dem Bekenntnis,  dass Gott der Herr der Welt ist, kommt man im Konzert  der Staaten offenbar nicht weit. 

    Zwar gibt es die Erfahrung, dass sich Willkürherrschaft  auf Dauer nicht halten kann. In zunehmendem Maße  werden menschenrechtsverletzende Diktatoren schließlich  auch juristisch durch die Weltgemeinschaft zur Verantwortung  gezogen. Aber was hilft es den Menschen,  deren Leben sich nicht entfalten kann, weil ein rücksichtsloser  Despot, ein menschenverachtendes System in ihrer  Lebenszeit lebensfeindliche Strukturen geschaffen hat.  Diesen Menschen hilft die Gewissheit wenig, dass ein  derartiges System nicht auf Dauer Bestand haben kann.  Ihnen bleibt zunächst nur die Glaubensgewissheit, dass  ihr Leid nicht ungesehen bleibt und ihre Tränen bei Gott  aufgehoben sind. Das ist ja wahrhaftig auch nicht wenig. 

    In dem Erkenntnisprozess Nebukadnezars, der im Verlauf  der Traumdeutungen und der wunderbaren Bewahrung der  bekenntnistreuen Juden im Feuerofen wächst, spielt Daniel  eine besondere Rolle. Er legt die Träume Nebukatnezars  aus, übersetzt praktisch Gottes Wort aus der Traumsprache. 

    Daniel wurde als begabtes israelitisches Kind am Hof  Nebukadnezars erzogen. Obwohl er von Kindheit an in  die Gesellschaft Babylons eingebunden ist, verliert er seine  jüdische Identität nicht. Er bekennt sich auch am heidnischen  Hof kompromisslos zu seinem Gott. Er achtet die  Speisegebote. Er betet die fremden Götter nicht an, selbst  um den Preis der Gefährdung des eigenen Lebens. Er  bleibt demütig, weil er weiß, dass Gott es ist, der ihn die  Träume verstehen lässt. 

    Diesem treuen Zeugen vertraut Gott die Übersetzerarbeit  an. Ihm erschließt sich der Sinn der Träume Nebukatnedzars.  Im Zentrum der Weltmacht kann so der Gott  Israels verkündigt werden. Und dann geschieht es: Die absolute  politische Macht, die sich gottgleich gebärdete, beugt  sich vor dem Gott Israels. Der König der heidnischen Weltmacht  bekennt die universale Herrschaft Gottes und erkennt  sie an. 

    Uns ruft heute weder König noch Regierungschef, um ihm  einen Traum zu deuten. Uns braucht Gott keinen Traum  zu erklären, wir brauchen keinen Traum zu übersetzen.  Gott hat uns seinen Traum in Jesus Christus selbst erzählt  und erklärt. 

    Und er hat uns einen Auftrag gegeben: Gehet hin! Schweigt  nicht! Gehet hin und sagt, dass Gott menschenverachtende  Strukturen nicht will. Gehet hin und sagt, Gott will, dass  alle Menschen ihr Leben voll entfalten können. Gehet hin,  betet mit den Verfolgten, öffnet eure Grenzen für die  Flüchtlinge. Gehet hin, nutzt eure Freiheit für sie und teilt  eure Möglichkeiten mit ihnen. Das ist es, was ich von euch  will. 

    Norbert Nordholt 

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